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Das Internet der Dinge bringt Licht in Prozesse, hat aber auch seine Schatten


Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist ein neuartiges Paradigma, das im Bereich drahtloser Kommunikation immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Grundidee dieses Konzepts ist die allgegenwärtige Präsenz von Dingen oder Objekten - wie zum Beispiel RFID-Tags (Radio-Frequency IDentification), Sensoren, Aktoren, Mobiltelefone, Smart Devices, usw., die in der Lage sind, miteinander zu interagieren, um definierte Ziele zu erreichen.

 

Zweifellos ist die Hauptstärke der IoT-Idee die große Bedeutung, die sie für verschiedene Aspekte des Alltags und des Verhaltens potenzieller Nutzer haben wird. Aus der Sicht eines privaten Anwenders werden die Auswirkungen der IoT sowohl im Arbeits- als auch im Privatbereich sichtbar sein. Domotik, Assisted Living, E-Health und Mobilitätsanwendungen sind in diesem Zusammenhang nur einige Beispiele für mögliche Anwendungsszenarien, in denen das neue Paradigma in naher Zukunft eine führende Rolle spielen wird. Ebenso werden aus Sicht der Geschäftsanwender die Konsequenzen in Bereichen wie Automatisierung und industrieller Fertigung, Logistik, sowie Geschäfts-/Prozessmanagement sichtbar sein. Alle bisher genannten Aspekte ermöglichen und forcieren weiteren technologischen Fortschritt, der uns zunehmend Szenarien realisieren lässt, die vor kurzem noch an Science Fiction erinnerten.

 

Aber damit ist auch schon die mögliche dunkle Seite der Medaille angesprochen: IoT-Systeme ermöglichen Überwachungsszenarien, die James Bond wie einen unterfinanzierten Mitarbeiter des Ordnungsamtes erscheinen lassen (ok, ohne den Doppelnull-Status). Bei allen technologischen Möglichkeiten sollten wir auch warnende Dystopien im Kopf behalten. Eine der bekanntesten Dystopien ist immer noch "1984" von George Orwell. Hätte dieser von unseren technologischen Möglichkeiten gewusst, hätte er sicher eine ausgeklügeltere Überwachung beschrieben; der Televisor ist heute sicher smarter zu realisieren. Nichtsdestotrotz hat er uns Warnungen ins Stammbuch diktiert, die uns - heute mehr als je zuvor - aufhorchen und aufmerksam sein lassen sollten!

 

Der letzte Fokus dieses Artikels widmet sich der technologischen Basis von IoT-Systemen. Diese basieren auf sogenannten Eingebetteten Systemen, die vier zentrale Funktionalitäten bereitstellen: Konnektivität, Prozessorleistung, Speicher und Sensor-/Aktor-Schnittstellen. Dank dem Fortschritt, der darin begründeten Miniaturisierung und der Ultra-Low-Power Technologie, entwickeln sich immer neue Anwendungsszenarien für IoT-Systeme. Eingebettete Systeme und damit auch IoT-Systeme stellen ein zentrales Thema des Studienganges Informatik an der FHDW Hannover dar. Hier werden Entwurf und Realisierung, Stand der technologischen Entwicklung und die technischen Potentiale gelehrt und in Projekten wissenschaftlich erarbeitet.

 

 

Auch in der Forschung der FHDW Hannover, zum Beispiel in Projekten der Medizintechnik, sind IoT-Systeme als wichtige Komponente eines Identifikationssystems im Einsatz. In allen Vorlesungen, Übungen, Seminaren und Projekten thematisieren die Professoren der FHDW Hannover natürlich auch die ethischen Hintergründe beim Einsatz von IoT-Systemen.