30 Jahre FHDW Hannover
Gemeinsam über Zukunft sprechen und feiern
30 Jahre FHDW Hannover waren Anlass, zurückzublicken – vor allem aber, gemeinsam nach vorn zu schauen. Beim Festakt diskutierten die Studierenden mit Ministerpräsident Olaf Lies, Oberbürgermeister Belit Onay und Benedikt Hüppe von den Unternehmerverbänden Niedersachsen darüber, wie KI die Arbeitswelt verändert und welche Rolle Bildung künftig spielt. Beim anschließenden Sommerfest wurde das Jubiläum mit gut 500 weiteren Gästen gebührend gefeiert.
30 Jahre FHDW Hannover – das sind Menschen, Begegnungen, Partnerschaften und Erinnerungen. Und vor allem: ganz viel Zukunft.
Podiumsdiskussion: KI verändert die Arbeitswelt – Bildung bleibt entscheidend
Niedersachsen Ministerpräsident Olaf Lies, Oberbürgermeister Belit Onay, der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Prof. Dr. Jil Klünder von der FHDW diskutierten mit den beiden Studierende Inka Kambey und Philipp Leder über Fragen, die insbesondere Studierende bewegen.

„Wir hätten Sie sehr vermisst – wir brauchen Sie auch.“
Mit diesen Worten brachte Ministerpräsident Olaf Lies beim Festakt zum 30-jährigen Bestehen der FHDW Hannover auf den Punkt, welche Bedeutung die Hochschule für Hannover und Niedersachsen hat. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Belit Onay, Benedikt Hüppe von den Unternehmerverbänden Niedersachsen und FHDW-Professorin Jil Klünder stellte er sich den Fragen der Studierenden.
Denn beim Jubiläum ging es nicht nur um 30 Jahre FHDW Hannover. Es ging vor allem um das, was vor uns liegt.
Was verändert KI – und was bleibt wichtig?
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt? Welche Chancen haben junge Menschen auf sichere Arbeitsplätze? Welche Kompetenzen werden künftig gebraucht? Und wie können Hochschulen, Politik und Wirtschaft dazu beitragen, Fach- und Führungskräfte zu sichern?
Die Antworten darauf suchten die Studierenden selbst. Moderiert von Inka Kambey und Philipp Leder diskutierten sie mit ihren Gästen über KI, Digitalisierung, neue Anforderungen an Unternehmen und die Frage, wie Bildung mit einer sich schnell verändernden Arbeitswelt Schritt halten kann.
Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, betonte dabei, dass nicht allein die Technologie entscheidend sei, sondern vor allem der Umgang mit ihr. Mitarbeitende müssten befähigt werden, KI als Unterstützung zu nutzen. Gerade junge Menschen könnten dabei neue Perspektiven in Unternehmen bringen. Seine Botschaft: „KI ist nicht klüger als ich, aber sie hilft mir, schneller und produktiver zu sein.“


Nicht nur das Ergebnis zählt
Auch vor der Hochschule selbst macht die Entwicklung durch KI nicht halt. Prof. Dr. Jil Klünder sprach darüber, wie sich beispielsweise die Bewertung von Abschlussarbeiten verändern muss.
Wenn KI Texte erstellen kann, rückt eine andere Frage stärker in den Mittelpunkt: Was haben Studierende selbst gelernt? Welche Gedanken haben sie entwickelt? Und wie sind sie zu ihrem Ergebnis gekommen?
Für die Studiengangsleiterin des Masters Business Data Analytics, Jil Klünder bedeutet das, den Lern- und Arbeitsprozess stärker in den Blick zu nehmen – und damit genau das, was gute Hochschulbildung ausmacht.
„Wir brauchen Sie auch“
Oberbürgermeister Belit Onay würdigte die FHDW als wichtigen Teil des Hochschul- und Wirtschaftsstandorts Hannover. Besonders hob er die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region hervor.
Seinen Glückwunsch verband er mit einem persönlichen Augenzwinkern:
„Wir freuen uns, dass es Sie gibt – wir hätten Sie sonst sehr vermisst.“
Olaf Lies griff den Gedanken unmittelbar auf:
„Wir hätten Sie nicht nur sehr vermisst, wir brauchen Sie auch.“
In seinem Festvortrag stellte der Ministerpräsident die Bedeutung von KI für Niedersachsen in den Mittelpunkt. Gerade als Industrieland müsse Niedersachsen seine Stärken mit den Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz verbinden.
Hochschulen sieht Lies dabei als Orte, an denen Neues ausprobiert und Wissen angewendet werden kann: „Der Wert von Hochschule ist eben nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern den Raum zu geben, Wissen zu verwenden und anzuwenden.“
Bei aller Begeisterung für neue Technologien dürfe aber auch das Fundament nicht verloren gehen: Eine breite Wissensbasis und grundlegende Kompetenzen blieben entscheidend. Genau in der Verbindung von Grundlagenwissen, Praxisnähe und Zukunftsthemen sieht Lies eine Stärke der FHDW: „andersartig, aber gleichwertig.“
Seine Botschaft an die Hochschule: „Machen Sie das weiter, was Sie schon immer gemacht haben“ – und greifen Sie gleichzeitig die neuen Themen auf.


Und dann wurde gefeiert
Nach dem offiziellen Festakt wechselte die Perspektive – und der Ort: Auf dem Campus wurde das Jubiläum mit einem Sommerfest weitergefeiert.
Rund 500 Studierende, Alumni, Mitarbeitende, Unternehmensvertreter*innen und Gäste kamen zusammen. Es wurde gegessen, getrunken, getanzt, gelacht und natürlich auch über die vergangenen 30 Jahre gesprochen. Und selbst die zwischenzeitlichen Regenschauer konnten der Stimmung nichts anhaben.
So wurde aus dem offiziellen Festakt schließlich eine lange Sommernacht – mit vielen Begegnungen, neuen Gesprächen und dem einen oder anderen Toast auf die FHDW und ihre ersten 30 Jahre.


