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Von Hannover in die Welt – Cruisewatch

von Markus Stumpe


Das Mindset meiner Generation ist eher von akkuraten Prozessen als von Agilität geprägt. Ob ich ein typischer FHDW-Hannover-Absolvent bin? Ich denke schon, zumindest würde ich so meine berufliche Vita interpretieren.
Aus lieb gewonnener Gewohnheit habe ich mehr als 15 Jahre bei der TUI, einem internationalen Weltkonzern, viele Bereiche inhaliert und mit weiterentwickelt. Profitiert habe ich von diesem Engagement, seitdem ich dort meine erste dreimonatige Praxisphase startete. 

Seit meinem Abschluss (Diplom-Kaufmann) 2001 ist dennoch viel passiert. Meine verschiedenen Stationen innerhalb der TUI harmonierten in perfekter Art und Weise mit meinen Interessen und dem Wunsch nach immer neuen Herausforderungen. Controlling, Yield Management sowie diverse Funktionen im Produktmanagement
erwiesen sich als fördernde Projekte. Zuletzt war ich als Produktdirektor für alle Zielgebiete mit dem Haupturlaubsmotiv „Baden und Erholen“ verantwortlich. In Zahlen: Mein Team = 200 Mitarbeiter. Umsatzverantwortung = zwei Milliarden Euro.

Das Spannendste an meiner letzten Funktion war aber die Tatsache, dass ich parallel für das größte IT-Projekt der TUI verantwortlich war und wir in einem extrem kurzen Zeitraum alle Hotels weltweit online an unsere Systeme anbinden wollten. Dieses Ziel erforderte einen agilen Ansatz, in der IT sowie auch im Business. Wir mussten viele Gewohnheiten und bestehende Limitierungen über Bord werfen und haben mit völlig neuen Methoden und Technologien das ehrgeizige Ziel erreicht. Das war der Beginn von etwas Neuem bei mir.

 

2016 – Zeit für etwas Neues: Raus aus dem Großkonzern
Immer mehr stellte ich fest, dass meine Stärken durch zu viel Struktur, Administration und zu wenig individuelle Freiheit ungenutzt blieben. Ein weiterer Aufstieg bei TUI war demnach für mich uninteressant. Ich wollte raus aus dem Großkonzern und hinein in eine ganz andere Verantwortung: eigenes Unternehmertum mit Vision. Es war mir wichtig, dass wir für ein Zukunftsthema innerhalb der Touristik eine innovative Lösung erschaffen. Und so kam es, dass wir mithilfe vieler gesammelter Daten und durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (Machine Learning) in der Lage waren, den Kunden in einer rückständigen Industrie Transparenz über den Markt zu geben und ihnen automatisiert und skalierend eine extrem gute Online-Beratung zur Verfügung zu stellen. Dabei interessierte mich das Marktsegment der Kreuzfahrten stark, nicht zuletzt wegen seines schier unfassbar großen Volumens von mehr als 45 Milliarden Dollar – Tendenz schnell steigend. Das hatte und hat Perspektive.

 

Cruisewatch war geboren
Meine neue berufliche Heimat „Cruisewatch“ wurde sehr schnell zu einer Herzensangelegenheit – gemeinsam mit meinem Co-Founder und ITler Titus entschied ich mich ganz bewusst für die optimale
Kombination aus einer B2C-Webseite im Kreuzfahrtmarkt USA und eigener Technologie-Entwicklung.
Die bisherigen Erfolge von Cruisewatch:
Aufbau eines Teams von zehn internationalen, kreativen Köpfen & Kreuzfahrt-Enthusiasten

  • Aufnahme und Unterstützung von mehreren Investoren
  • USA-weite mediale Aufmerksamkeit, u. a. auf verschiedenen Fernsehkanälen
  • Aufnahme in das Gründernetzwerk VentureVilla in Hannover
  • Podestplatz beim höchstdotierten Start-up-Wettbewerb Deutschlands: „Startup-Impuls Gründungswettbewerb“ der Sparkasse Hannover und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls
  • Finally: zufriedene Kunden

Big Data und Künstliche Intelligenz im Einsatz 
Der beste Preis und die perfekte, zu mir passende Kreuzfahrt – zu diesen beiden Komponenten haben wir eigene Algorithmen entwickelt, die nunmehr seit fast vier Jahren permanent mit allen relevanten Daten automatisiert gespeist werden. Über eine „Machine-Learning“-Anwendung
entwickelt sich die Software kontinuierlich weiter, wird intelligenter und ermöglicht noch präzisere Vorhersagen. Rückblickend die beste berufliche Entscheidung meines Lebens. Ich habe Freude an der unternehmerischen Verantwortung und genieße die Freiheit des eigenen Handelns – ohne feste Strukturen.

 

Warum nutzen wir Machine Learning?
Nun, es ermöglicht völlig neue Ansätze, wie reisefreudige Kunden, die nach einer passenden Kreuzfahrt suchen, ihre maßgeschneiderte Lösung finden und im Anschluss den besten Preis durch Vorhersage des perfekten Buchungszeitpunktes erhalten. Hinsichtlich des gigantischen
Weltmarktes von mehr als 500 verfügbaren Schiffen, über 100 Kreuzfahrtgesellschaften und 28 Millionen Kreuzfahrer im Jahre 2018 werden die Ausmaße und der Bedarf an digitaler Unterstützung deutlich. So ist es unsere Vision, den Kunden eine perfekte
Online-Beratung für alle Kreuzfahrten zu ermöglichen – selbstlernend, skalierend und personalisiert. Das motiviert uns jeden Tag.
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FHDW-Alumni Tobias Baum stellt seine Doktorarbeit zum Thema „Code Reviews“ vor

von Prof. Dr. Carsten Elsner

An der FHDW Hannover gibt es seit 14 Jahren einen Vortragszirkel – die InfoMaTech-Reihe. Das Kürzel steht für die drei Schwerpunkte der technischen Abteilung: Informatik – Mathematik – Technik. Hier tragen FHDW-Dozenten und Professoren, FHDW-Absolventen und auch eingeladene Gastdozenten ihre Forschungsergebnisse vor. Pro Monat findet maximal ein Vortrag statt; diesmal, im September 2019, stellte der ehemalige FHDW-Student Tobias Baum Ergebnisse aus seiner Doktorarbeit vor.  Der Vortragende befasst sich in seiner Forschung mit "Code Reviews", also dem Korrekturlesen von Programmquellcode. Kern der Forschung ist, dem Prüfer ein computerbasiertes Werkzeug an die Seite zu stellen, dass ihn beim Prüfen entlastet und dadurch zu besseren Prüfergebnissen führt. Viele der Forschungsergebnisse sind in das frei verfügbare Programm "CoRT" eingeflossen. In seinem ca. 75-minütigen Vortrag orientierte sich der 34-jährige Doktorand der Leibniz Universität Hannover an der Verteidigung seiner Thesis, die sein Promotionsverfahren im Oktober 2019 beenden wird.

Herr Baum hat in den Jahren 2004 bis 2007 an der FHDW Hannover überaus erfolgreich den Studiengang zum Diplominformatiker absolviert und danach von 2007 bis 2009 ebenfalls an der FHDW Hannover den Master im Business Process Engineering erworben. Heute ist er Geschäftsführer der SET GmbH in Hannover, deren Schwerpunkt in der Organisation und der Optimierung des Output-Managementprozesses von Unternehmen liegt. Schon als FHDW-Student war die SET GmbH sein Praxisunternehmen, und auch nach dem Studium und zeitgleich mit seiner Tätigkeit im Fachbereich Software Engineering an der Leibniz-Uni hat er der SET nicht den Rücken gekehrt. 

Tobias Baum war einer der herausragenden Studenten im technischen Bereich der FHDW Hannover. Da er auch anderen als nur fachbezogenen Interessen außerhalb des Studiums mit Erfolg nachging, schlug die FHDW Hannover ihn während des Studiums der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Stipendiat vor. Die nicht selbstverständliche Aufnahme in dieses Stiftungswerk gelang ihm, und er genoss auf Sommerakademien den Austausch mit anderen hochbegabten Stipendiaten. Noch heute möchte er die damals erhaltenen Anregungen und den Vorbildcharakter einzelner Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Disziplinen, die er in dieser Zeit kennengelernt hat, nicht missen.

Auch die FHDW Hannover hat Tobias Baum nicht aus den Augen verloren, ist er doch über all die Jahre ein regelmäßiger Besucher der InfoMaTech-Vorträge geblieben.

 


Wir gratulieren unserer ehemaligen Studentin!


Oktober 2015: Erstes fachübergreifendes Alumni-Treffen war voller Erfolg!

Viele Teilnehmer, viel Spaß, viel Gesprächsstoff

Wir hatten eingeladen – und mehr als 160 ehemalige Studierende und 15 Professoren der FHDW sind unserer Einladung gefolgt. Am 3. Oktober 2015 trafen sie sich bei strahlendem Sonnenschein zum ersten fachübergreifenden Alumni-Treffen seit vielen Jahren. Solch einen Andrang hat unser Forum selten erlebt. Es war zum Bersten voll, die Atmosphäre entsprechend rege und ausgelassen.

Vertreten waren AbsolventInnen fast aller Jahrgänge, sogar einige des allerersten Abschlussjahres, die bereits 1996 ihr Studium an der FHDW begonnen hatten. Die Freude über das Wiedersehen mit den ehemaligen KommilitonInnen und ProfessorInnen nach so langer Zeit war natürlich groß. Auch zwischen den Jahrgängen gab es sofort viele Anknüpfungspunkte für interessante Gespräche und aktives Networking.

Der Begründer und nach wie vor amtierende Präsident Prof. Dr. Karl Müller-Siebers eröffnete den offiziellen Teil mit einer Begrüßungsrede. Prof. Dr. Christof Zwecker – ebenfalls seit FHDW-Gründung in Hannover dabei  – sorgte anschließend mit seinem Vortrag für lebhafte Diskussionen. Er forderte die Zuhörerschaft auf, die Frage zu diskutieren, warum der Euro nie funktionieren wird. Dem kamen alle sehr engagiert nach. Bis schließlich FHDW-Alumni-Beauftragter, Prof. Dr. Hans-Jürgen Wieben das offizielle Programm mit einigen organisatorischen Erläuterungen zur wieder ins Leben gerufenen FHDW-Alumni-Gruppe fast abschloss. Denn das eigentliche Highlight des „Redenteils“ folgte erst danach: Die Präsentation eines ffn-Radio-Mitschnitts, in dem Präsident Prof. Müller-Siebers zur Belustigung aller aufs Glatteis geführt wurde. Der hatte die Teilnahme an dessen Abschlussfeier abgesagt, da ein Urlaub geplant war. Das konnten die damals noch Studierenden des Starterjahrganges 2005 nicht auf sich sitzen lassen und initiierten einen fiktiven Anruf über das ffn-Crazyfon. Der Mitschnitt sorgte für viele Lacher...

Bei einem leckeren Buffet, das von Gerd Hatesohl, unserem Cafeteria-Betreiber, ausgerichtet wurde und ausreichend Bier, Wein, Cola und Sekt gab es viele Gelegenheiten für Gespräche und das Teilen von Erinnerungen. Begleitet wurden die Ehemaligen dabei von toller Live-Musik eines weiteren FHDW-Alumnis, Sebastian Baumert. 


August 2016: Zweites fachübergreifendes Alumnitreffen und 20 Jahre FHDW Hannover

Bei strahlendem Sonnenschein, unterhaltsamen Festreden und einem bunten Rahmenprogramm feierten wir – gemeinsam mit Alumni und Unternehmensvertretern aus Hannover und Region - unser 20-jähriges Jubiläum. Mehr als 400 Gäste, darunter über 300 Alumni, waren der Einladung gefolgt.

Prof. Dr. Karl Müller-Siebers, seit dem ersten Tag Präsident der FHDW Hannover und somit ebenfalls ein Jubilar, eröffnete die Feier mit einer Begrüßungsrede, die den wichtigsten Leitsatz der privaten Fachhochschule „Fast wie eine Familie“ in den Mittelpunkt stellte. Er begrüßte die Gäste, dankte den anwesenden Politikern, Partnern, Kollegen und Alumni und gab einen Ausblick auf die zukünftige Ausrichtung der FHDW: „Es gibt wirklich Grund zu feiern – nämlich zwanzig Jahre erfolgreiche Hochschulentwicklung und eine gute Ausgangsbasis für die nächsten zwanzig Jahre. Schon heute gehören wir in Sachen Studienkonzept, Studienbedingungen und Studierendennähe zur bundesweiten Spitze, bis 2036 wollen wir uns dort auch forschungsmäßig etablieren.“

Kein geringerer als der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil wies in seiner launigen Rede auf seine lange gemeinsame Historie mit der FHDW hin, die er bereits zu seiner Zeit als Oberbürgermeister von Hannover begleitete.  „Die FHDW ist ein geachteter Teil der hannoverschen Hochschullandschaft. Man nimmt auch außerhalb ihrer Institution zur Kenntnis, mit welch anhaltendem Erfolg sie wirkt.“ Die Hochschule habe einen hohen Anspruch an sich selbst, dem sie auch gerecht werde.

Im Anschluss an den „offiziellen Teil“ der Feier begann ein buntes Rahmenprogramm. Alle Gäste ließen den Nachmittag bis in den späten Abend mit angeregten Gesprächen ausklingen, genossen Leckereien vom Buffet oder stellten ihren sportlichen Ehrgeiz beim „Menschenkicker“ unter Beweis. Auch die Alumni-kids kamen auf einer Hüpfburg zu ihrem Spaß. Anlässlich des Jubiläums luden wir dieses Mal unsere Alumni samt Familie ein.


Juni 2019: Drittes fachübergreifendes Alumnitreffen mit #fhdwbarcamp und Abschied von Prof. Dr. Karl Müller-Siebers

Beim dritten fachübergreifende Alumnitreffen verabschiedeten wir mit viel Tamtam unseren ehemaligen und allseits bekannten Präsidenten Prof. Dr. Karl Müller-Siebers. Doch bevor es in den geselligen Teil überging probierten wir etwas Neues und wagten uns an der erste #fhdwbarcamp: Frontalvortrag war gestern, diesmal sollten sich die Teilnehmer einbringen! Bei dieser „Un-Konferenz“ oder „Mitmach-Konferenz“ werden die zu diskutierenden Themen allesamt aus dem Teilnehmerkreis zu Beginn erarbeitet und dann aufgeteilt. Rund 40 Alumni, aktuelle Studierende und Dozenten folgten der Einladung zum „#fhdwbarcamp“, das die „Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit“ zum Thema hatte. Die entstandenen Sessions drehten sich dann u. a. um die Automatisierung von Arbeit, neue Office Spaces und neue Organisationsformen. „Flash-Präsentationen“ in der abschließenden Feedbackrunde sorgten dafür, dass alle Teilnehmer Take Aways aus allen Sessions erhalten konnten. Das Fazit der Beteiligten: „Gern wieder!“, „Sehr innovative und engagierte Form der Zusammenarbeit / Konferenz“.

Bis in den späten Abend feierten wir zusammen mit Alumni, Studierende und FHDW-Mitarbeiter bei herrlichem Frühsommerwetter für MüSie ein ehrenvolles Abschiedsfest. – Oder vielleicht auch eine Einstiegsfeier für den neuen Präsidenten, Prof. Dr. Stefan Bieler?!