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BUSINESS ENGINEERING


Graph-Transformationen für das Continuous Engineering von Informationssystemen.

Agile Entwicklung von Informationssystemen

Der überwiegende Teil der Software-Ingenieurinnen und -Ingenieuree arbeitet derzeit an der Anpassung
und Umgestaltung vorhandener Systeme an neue fachliche und technische Anforderungen. Dementsprechend haben sich die Forschungsanstrengungen im Software Engineering in den letzten Jahren von der Neuentwicklung auf das „Continuous Engineering“ verlagert.

Integrierte Umgestaltung ganzer Systeme

Die aktuellen Forschungsarbeiten und -ergebnisse in diesem Bereich beschränken sich meist auf die Umgestaltung von Modellen und Programmen oder der regelbasierten Generierung von Programmen aus Modellen. Was derzeit fehlt, sind Methoden und Techniken zur integrierten Umgestaltung ganzer Systeme inklusive vorhandener Datenbestände und laufender Prozesse. Der Lösung dieses Problems widmen sich aktuell unsere Professoren Michael Löwe und Harald König.

Einsatz Agiler Methoden

Insbesondere bei großen Datenbeständen stoßen die vorhandenen Agilen Entwicklungsmethoden an ihre Grenzen. Dies verhindert die weitere Verbreitung Agiler Methoden insbesondere bei der Entwicklung von Informationssystemen ganz entscheidend. Die Übertragung Agiler Methoden auf ganze Systeme erfordert erstens eine ganzheitliche Sicht auf das Gesamtsystem (Integriertes Meta- Modell für Meta-Modelle, Modelle, Daten und Prozesse) und zweitens eine Sprache zur Formulierung von Modell-Transformationen. Drittens bedarf es eines Mechanismus‘ zur Übertragung der Modellveränderungen auf alle existierenden Exemplare. Die Projektmitarbeiter haben in diesen drei Bereichen in den letzten Jahren selbst wesentliche wissenschaftliche Vorarbeiten geleistet und in internationalen Zeitschriften sowie auf internationalen Konferenzen veröffentlicht.

Defizite verringern

Ziel dieses Projekts ist es, die theoretischen Grundlagen im Bereich der Algebraischen Graph-Transformationen weiter zu entwickeln. Damit sollen die Voraussetzungen für die Entwicklung praktisch einsetzbarer Werkzeuge zur agilen Umgestaltung komplexer Informationssysteme geschaffen werden. Zurzeit gibt es hier zwei wesentliche Defizite: Erstens betrachten die verwendeten objektorientierten Meta-Modelle derzeit nur einen Ausschnitt der Unified Modeling Language (UML2) und sind noch nicht in der Lage, alle für den praktischen Einsatz erforderlichen Refaktorisierungen zu behandeln. Zweitens existiert noch kein geeigneter Mechanismus zur regelbasierten Modifikation von Modellen (inklusive zugehöriger Datenbestände). Ziel des Forschungsprojekts ist es, diese beiden Schwächen zu verringern.