Unternehmensnachfolge ab Januar 2027 studieren und auf die Übernahme vorbereitet

Ein Unternehmen zu übernehmen ist etwas anderes, als in ihm zu arbeiten. Das Studium zur Unternehmensnachfolge an der Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) Hannover bereitet dich darauf vor: BWL mit Unternehmertum und Mittelstandsmanagement behandelt die Unternehmensnachfolge als eigenes Schwerpunktthema, neben Gründungsmanagement, Innovationsentwicklung sowie strategischer und kaufmännischer Unternehmensführung. Der nächste Jahrgang startet im Januar 2027.

Unternehmensnachfolge in Niedersachsen: Viele Betriebe stehen vor der Übergabe

In den kommenden Jahren steht in Niedersachsen eine große Zahl von Unternehmen vor der Übergabe. Das betrifft Handwerksbetriebe ebenso wie Handel, Industrie und Dienstleister. Oft bleibt der Betrieb in der Familie, manchmal übernehmen Mitarbeitende oder externe Nachfolger*innen. Entscheidend ist in jedem Fall, dass die Übernahme gut vorbereitet ist. Das Studium zur Unternehmensnachfolge setzt genau hier an

Drei Wege in die Nachfolge

Wer ein Unternehmen übernimmt, kommt aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Deshalb richtet sich das Studium zur Unternehmensnachfolge an alle, die Verantwortung für einen Betrieb übernehmen wollen.

Aus der Familie

Du sollst den Betrieb deiner Eltern übernehmen und möchtest fachlich vorbereitet sein, statt einfach hineinzuwachsen.

Aus dem Unternehmen

Du arbeitest bereits im Betrieb und kommst als Nachfolgerin oder Nachfolger infrage. Im Studium baust du das Wissen auf, das über das Tagesgeschäft hinausgeht.

Von außen

Du möchtest ein Unternehmen übernehmen, ohne es zu erben. Dann hilft dir das Studium, Betriebe zu bewerten und eine Übernahme strukturiert anzugehen.

Das lernst du im Studium Unternehmertum und Mittelstandsmanagement

Unternehmensnachfolge ist ein eigenes Schwerpunktthema im Studium BWL mit der Spezialisierung Unternehmertum und Mittelstandsmanagement. Du lernst, wie eine Übergabe geplant wird und worauf es dabei wirtschaftlich und strategisch ankommt. Dazu kommen Gründungsmanagement, Innovationsentwicklung sowie strategische und kaufmännische Unternehmensführung. Außerdem lernst du, Geschäftsmodelle zu entwickeln und Märkte zu analysieren, damit du ein Unternehmen nicht nur übernimmst, sondern auch weiterentwickelst.

Studium zur Unternehmensnachfolge mit sechs Praxisphasen

Im Studium wechseln sich Phasen an der Hochschule mit sechs Praxisphasen ab. Für die Nachfolge ist das besonders wertvoll: Du kannst die Praxisphasen in deinem eigenen Unternehmen verbringen, also im Betrieb deiner Familie oder in dem Unternehmen, das du übernehmen möchtest. So wendest du das Gelernte dort an, wo du später Verantwortung trägst. Gleichzeitig lernst du Mitarbeitende, Abläufe und Entscheidungen von innen kennen, und die Übergabe wächst Schritt für Schritt mit.

Du möchtest über den eigenen Betrieb hinausschauen? Auch das ist möglich: Die Praxisphasen können in bis zu sechs verschiedenen Unternehmen stattfinden. So vergleichst du Führungsstile und Unternehmenskulturen und bringst neue Ideen mit in den eigenen Betrieb. Du kannst beides kombinieren. Wie das für deine Situation aussehen kann, besprechen wir im Beratungsgespräch.

In drei Schritten ins Studium zur Unternehmensnachfolge

Der Weg ins Studium ist kurz, denn du kannst dich jederzeit bewerben. Trotzdem lohnt es sich, nicht lange zu warten, damit vor dem Start im Januar genug Zeit bleibt.

Zuerst kannst du dich persönlich beraten lassen und deine Fragen zum Studium und zur Nachfolge klären.

Anschließend bewirbst du dich online. Zum Auswahlverfahren gehört eine Eignungsprüfung zu Englischkenntnissen und sozialen Kompetenzen.

Danach startest du im Januar 2027 in dein Studium.

Für Unternehmensinhaber*innen

Sie planen die Übergabe? So unterstützt das Studium die Nachfolge.

Eine gelungene Übergabe braucht Vorbereitung auf beiden Seiten. Deshalb ist das Studium zur Unternehmensnachfolge für viele Inhaber*innen  ein Weg, ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger fachlich aufzubauen. Die nächste Generation lernt, ein Unternehmen strategisch und kaufmännisch zu führen, und sammelt zugleich Praxis, auf Wunsch in Ihrem eigenen Betrieb. Unternehmen können Studienplätze finanzieren und Praxisphasen anbieten. Wie das für Ihren Betrieb aussehen kann, besprechen wir gern persönlich mit Ihnen.

Deine zuständige Ansprechpartnerin

Du möchtest die Nachfolge antreten? Dann sprich mit uns über deinen Weg ins Studium.

Johanna Schlien, Ansprechpartnerin für Studieninteressierte der FHDW Hannover

Für Studieninteressierte und Bewerber*innen

Johanna Schlien

Häufige Fragen -
zum Thema Unternehmens-nachfolge

Nein. Das Studium richtet sich an alle, die ein Unternehmen übernehmen, gründen oder im Mittelstand Verantwortung tragen möchten. Du kannst deshalb den Betrieb deiner Familie übernehmen, aber ebenso einen fremden Betrieb. Die Unternehmensnachfolge gehört dabei zu mehreren Studieninhalten, zum Beispiel neben Gründungsmanagement und Unternehmensführung.

Ja. Das Studium hat sechs integrierte Praxisphasen, die du im eigenen Betrieb oder in bis zu sechs verschiedenen Unternehmen verbringen kannst. Für die Nachfolge ist der eigene Betrieb besonders sinnvoll, weil du das Gelernte direkt dort anwendest. Wie sich der Betrieb deiner Familie konkret einbinden lässt, klären wir persönlich mit dir im Beratungsgespräch.

Die Studiengebühren betragen 690 € pro Monat, Prüfungsgebühren fallen nicht an. Wenn du später in den Familienbetrieb einsteigst, kann der Betrieb als Partnerunternehmen die Gebühren übernehmen. Ob und in welchem Umfang er das tut, entscheidet das Unternehmen. Du kannst das Studium aber auch selbst finanzieren. Welche Variante zu euch passt, besprechen wir gern im Beratungsgespräch

Du brauchst die Fachhochschulreife oder das Abitur. Auch mit beruflicher Qualifikation ist ein Zugang möglich, zum Beispiel mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung oder mit einem Fortbildungsabschluss wie dem Meister. Welche Nachweise im Einzelfall gelten, klären wir gern mit dir. Dazu kommt eine Eignungsprüfung zu Englischkenntnissen und sozialen Kompetenzen, die in der Zulassungsordnung geregelt ist. Einen NC gibt es nicht.

Als Unternehmen können Sie mit der FHDW kooperieren, indem Sie Ihrer Nachfolgerin oder Ihrem Nachfolger einen Studienplatz ermöglichen und die Praxisphasen im eigenen Betrieb anbieten. So verbinden sich Studium und Unternehmen: Ihre Nachfolgerin oder Ihr Nachfolger lernt die Führung eines Unternehmens fachlich und wendet das Wissen zugleich in Ihrem Betrieb an. Auf Wunsch können Sie auch die Studiengebühren übernehmen. Die Kooperation ist individuell gestaltbar. Wie sie für Ihren Betrieb aussehen kann, besprechen wir gern persönlich mit Ihnen.